Samstag, 19.05.12: Blockupy-Demo in Frankfurt

Polizei rechnet mit bis zu 30 000 Demonstranten aus ganz Europa

Trotz der bisher friedlich verlaufenden Proteste hält die Polizei an ihrer Gefahrenprognose fest und rechnet mit Ausschreitungen wie bei der Anti-Kapitalismus-Demo am 31.03.12.
Diese große Demo ist die einzige Blockupy-Veranstaltung, die von den Gerichten genehmigt wurde.

Route um die Innenstadt
Die Demo startet um 5 vor 12 Uhr am Basler Platz und führt entgegen dem Uhrzeigersinn um die Innenstadt in die Taunusanlage.
Die Route läuft über den Mainkai/Untermainkai, die Kurt-Schumacher-Straße, Konrad-Adenauer-Straße, Bleich- und Hochstraße, den Opernplatz bis zur Taunusanlage, wo eine Abschlusskundgebung mit Bühne geplant ist.

Die Auflagen, mit der die Veranstaltung versehen wurde, bezeichnet Anmelder Rätz als zum Teil nicht umsetzbar. Als Beispiel nannte er das Verbot, Glasflaschen mitzuführen, das sich bei einer so großen Zahl von Protestlern praktisch nicht kontrollieren lasse. Auch über die Auflage, dass Transparente nur eine Länge von drei Metern haben dürfen und in einem Abstand von mindestens anderthalb Metern getragen werden müssen, schüttelt Rätz den Kopf.
Das Blockupy-Bündnis spricht im Hinblick auf die Verbote und Auflagen von einer 'Verbotsorgie'.

Unverständlich ist auch das Vorgehen der Behörden, Veranstaltungen zu verbieten, die in keinem Zusammenhang mit der Blockupy-Bewegung stehen.
So wurde eine Kranzniederlegung für homosexuelle Opfer der Nazizeit, die die Frankfurter Jusos jährlich am 17. Mai durchführen, zunächst verboten und erst nach Anrufung des Verwaltungsgerichts mit strengen Auflagen genehmigt.

Leserbrief:
‚In Frankfurt wurde der deutsche Sozial- und Rechtsstaat endgültig begraben!
Für mich ist in diesen Tagen in Frankfurt der deutsche Sozial- und Rechtsstaat endgültig gestorben.
Dieser Staat und seine Organe (Verwaltung und Gerichte) haben ihr hässlichstes und undemokratisches Gesicht gezeigt und mir mit all den Aufenthalts- und Demonstrationsverboten und Räumungen deutlich gemacht für was dieser Staat hauptsächlich noch steht: für den Schutz des Kapitals und der Mächtigen vor den Bürgern.
Dieser Staat ist meines Erachtens nicht mehr schützenswert: Für diesen Staat und für dieses System lohnt es sich nicht mehr dafür einzutreten oder gar sich dafür zu engagieren. Im Gegenteil!

Und kein deutscher Politiker und Vertreter dieses Staates kann in Zukunft noch mit irgendeinem Finger auf andere Unrechtsstaaten zeigen ohne selbst rot zu werden.

Mag sein, dass es in diesen Tagen in Frankfurt gelingt mit der Staatsmacht das Kapital und die Banken vor den Bürgern zu schützen.
Auf Dauer hat man sich aber - da bin ich ganz sicher! - ins eigene Fleisch geschnitten, weil viele Menschen (mich eingeschlossen) in diesen Tagen gemerkt haben um was es diesem Staat geht und sich deshalb von diesem unsozialen Unrechtsstaat abwenden, ihn viel kritischer sehen und womöglich vehementer/militanter bekämpfen werden.'

Quellen:
OffenbacherJung
http://goo.gl/AEmsO
http://goo.gl/l1aEC

Petra Kuppinger, 18.05.12

 

Frankfurter Verwaltungsgericht bestätigt
Blockupy-Verbot

Am Montag hat die 5. Kammer des Frankfurter Verwaltungsgerichtes das von der Stadt verhängte Versammlungsverbot bestätigt.

Ihre Entscheidung begründet die Kammer mit der befürchteten Gefährdung der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung und folgt damit der Gefahrenprognose der Polizei.

Dabei sei den Beeinträchtigungen der Bürger, Geschäftsleuten und Bankmitarbeitern ein größeres Gewicht beizumessen als dem Interesse der Antragsteller ‚ihr Anliegen über Blockaden öffentlichkeitswirksam darzustellen‘, so das Gericht.

Das Blockupy-Bündnis legt gegen diesen Bescheid Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof in Kassel ein, da genau jene Veranstaltungen verboten werden sollen, die zur politischen Willensbildung beitragen, sagt Ulrich Wilken, Landtagsabgeordneter und Blockupy-Mitanmelder.

Unterdessen verschickte die Polizei schriftliche Aufenthaltsverbote an 419 Personen, denen in einem vierseitigen Schreiben untersagt wird, zwischen Mittwoch und Sonntag die Frankfurter Innenstadt zu betreten.
Begründet wird das Stadtverbot mit Straftaten während der Demonstration am 31.03.12, zu denen allerdings noch keine gerichtlichen Urteile ergangen sind.

Die Bahn hat aus Sicherheitsgründen bis Sonntagmorgen 4:00 Uhr die S-Bahnstation Taunusanlage gesperrt, die Verkehrsgesellschaft Frankfurt die U-Bahnhaltestelle Willy-Brandt-Platz.

Bockupy Frankfurt hat angekündigt, ab Mittwoch mit Sitzblockaden passiven Widerstand zu leisten, so ein Sprecher.

Das ganze Szenario weckt Erinnerungen an Seattle:
http://www.youtube.com/watch?v=GAsn7XAbrl4

Quellen: FAZ; FR
Petra Kuppinger, 15.05.12

 

Protestwelle gegen das Verbot von blockupy

Mit einer Protestwelle reagieren tausende von Menschen auf die Frankfurter Ordnungsbehörden (CDU), die alle Blockupy-Aktionstage vom 16. bis 19. Mai 2012 verboten haben.

‚Dieses Verbot ist eine offene Verletzung des verfassungsrechtlich garantierten Demonstrationsrechts. Wir bestehen darauf, dass der Protest gegen die Krisenpolitik auch im Frankfurter Bankenviertel und am Sitz der EZB stattfinden kann, so wie es auch der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes entspricht‘, sagte Werner Rätz, der für Blockupy an den Gesprächen mit der Stadt teilgenommen hatte. (http://kurzlink.de/Protestnote )

Zu den Unterzeichnern zählen auch der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im hessischen Landtag, Thomas Spies, Andrea Ypsilanti von der SPD Hessen, der grüne Europarlamentarier Sven Giegold, Astrid Rothe-Beinlich, Vizepräsidentin des Thüringer Landtags und Mitglied im Grünen-Bundesvorstand, die Bundestagsabgeordnete Sahra Wagenknecht von der Linken, zahlreiche Gewerkschafter, Vertreter der Friedensbewegung, Wissenschaftler und Künstler, so der Liedermacher Konstantin Wecker.
Auch unter den zahlreichen Unterzeichnern im Ausland sind viele Prominente, darunter die bekannten Professoren Michael Hardt (USA) und John Holloway (Mexiko).

‚Das geplante Verbot unserer Proteste liegt genau auf der Linie der Krisenpolitik der Troika und der deutschen Regierung, die mit allen Mitteln und gegen alle Widerstände durchgesetzt werden soll, auch wenn Grundrechte dabei auf der Strecke bleiben.
Dieser Politik ist mit den Wahlen in Frankreich und vor allem in Griechenland jede Legitimation weggebrochen‘, sagte Christoph Kleine von Blockupy. “

Nach Angaben von Ulrich Wilken ist gegen das Verbot beim Frankfurter Ordnungsamt Widerspruch eingelegt und beim Verwaltungsgericht Frankfurt ‚die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung beantragt‘ worden.

Es werden alle Rechtsmittel ausgeschöpft, ‚um gegen die grundgesetzwidrige Einschränkung des Versammlungs- und Demonstrationsrechts‘ vorzugehen.

Weitere Infos:
http://blockupy-frankfurt.org
http://goo.gl/4li5i


Mitfahrbörse:
http://www.attac.de/aktuell/eurokrise/maiproteste/anreise/

Petra Kuppinger, 13.05.12

 

Die Krise heißt Kapitalismus

Proteste gegen das Krisenregime der Europäischen Union

Die Aktionstage finden vom 16. bis 19. Mai 2012 in Frankfurt am Main statt.
Bereits am 31.03.12 fanden in Frankfurt/Main und international Proteste statt.

Angekündigt ist ein breit angelegter Widerstand gegen ein Krisenregime, das Millionen von Menschen in vielen Ländern Europas in Not und Elend stürzt.

Der Protest soll an einen seiner Ausgangspunkte getragen werden:
mitten ins Frankfurter Bankenviertel, den Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) und vieler mächtiger Banken und Konzerne.

Für die Organisatoren sind die Aktionstage ein Zeichen der Solidarität mit allen Menschen, die sich seit Monaten gegen dieses lebensverachtende System wehren.

Weitere Infos:
www.blockupy-frankfurt.org

Bustickets ab 25.04.12 hier erhältlich:
Red Stuff, Schwarze Risse, Karl-Liebknecht-Haus

Aktionstage 16.-19.05.12: Mobilisierungs-Termine | Video | Karte
• Mittwoch, 16.05.12: Anreise und Aktionen bei der Sitzung des EZB-Rats
• Donnerstag, 17.05.12: Besetzung von Plätzen & Versammlungen
• Freitag, 18.05.12: Blockade der EZB und des Bankenviertels
• Samstag, 19.05.12: Internationale Demonstration

http://www.european-resistance.org/de/videos
Die Krise heisst Kapitalismus
Mai 2012: Blockupy Frankfurt! 

Petra Kuppinger, 29.04.2012 

 

Übersichtskarte von Erdbeerfeldern zum selbst pflücken

Erdbeeren schmecken frisch gepflückt am besten.
Ein Blick auf die Übersichtskarte unter:
http://goo.gl/kqb1I
verrät, wo sich das nächstgelegene Erdbeerfeld zum selbst pflücken befindet.

Neben dem exakten Standort und den Kontaktdaten informiert der Eintrag im Geodienst von Proplanta außerdem über die weiteren Angebote des Obst- oder Gemüsebauers.

Über 200 Standorte sind bereits zum Auftakt der Erdbeersaison 2012 in der Übersichtskarte abrufbar. Der integrierte Routenplaner hilft, das gewünschte Feld ohne Umwege zu finden.

Erdbeeren zählen zu den nicht-klimakterischen Früchten, die nicht nachreifen und daher in Vollreife gepflückt werden sollten, um ihr volles Aroma zu entfalten. Da sie wegen des hohen Wassergehaltes von 85 % schnell verderben und auch die wertvollen Inhaltsstoffe nach der Ernte rasch abgebaut werden, rät Proplanta zum Kauf direkt ab Feld. Die Früchte sollten dann möglichst zügig gegessen bzw. verarbeitet werden.

Erdbeeren gelten als sehr gesunde Früchte. Sie weisen außerordentlich hohe Gehalte an Vitamin C (65 mg/100g), Folsäure und Riboflavin auf. Mineralstoffe wie Mangan, Eisen oder Kalzium sind besonders reichlich in den Samen enthalten. Zudem sind sie reich an Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Wegen des äußerst geringen Nährwertgehaltes von etwa 135 kJ/100 g wurde die Erdbeere mit dem Beinamen „Fitnessfrucht“ bedacht.

Der Konsum an Erdbeeren liegt in Deutschland bei rund 3 kg pro Kopf und Jahr. In 2011wurden in Deutschland insgesamt auf rund 13.488 Hektar Freilanderdbeeren produziert. Die bedeutendsten Anbauländer sind Niedersachsen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, die zusammen bereits über die Hälfte der Anbaufläche in Deutschland aufweisen.

Jeder, der eine Erdbeerplantage betreibt oder ein Erdbeerfeld zum selber pflücken kennt, kann dies ab sofort in die Karte kostenfrei eintragen:
http://goo.gl/ryizE

Weitere Informationen:
http://www.proplanta.de/Maps

Freies Bildmaterial zur Meldung finden Sie im Agrar-Presseportal unter:
http://goo.gl/XUsfK

Quelle und Bildmaterial:
Proplanta
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
www.proplanta.de

Petra Kuppinger, 09.05.12

 

Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche

Am Samstag gingen in Bremen ca. 1500 Demonstranten auf die Straße, um gegen Tierversuche zu protestieren.

Allein in Deutschland sterben jährlich über eine Million Tiere für die Unbedenklichkeit von Medikamenten oder für Kosmetika, obwohl es mittlerweile Alternativen für diese Tests gibt.

Aber nicht nur Wissenschaftler wurden kritisiert:

Auch der frühere Präsident des ‚Deutschen Tierschutzbundes‘ Wolfgang Apel, wurde für seinen Bio-Verein ‚Neuland‘ als Teil der mächtigen Fleischlobby kritisiert, da er sich für eine ‚artgerechte Nutztierhaltung‘ einsetzt und damit als Repräsentant der größten deutschen Tierschutzvereinigung wieder einmal vor Augen führt, wie wichtig Tierrechte sind.

Denn Tierschutz braucht als Grundlage Tierrechte, um nicht beliebig interpretiert werden zu können.

Petra Kuppinger, 29.04.12

 

Bericht vom Komitee gegen Vogelmord

Auf Malta haben Jäger heute besondere Jagdbeute gemacht: Am Morgen wurde ein vom Komitee und dem Fernsehsender RTL zum Aufspüren illegaler Fangalangen eingesetztes Modellflugzeug abgeschossen.
Der über RTL versicherte Flieger war seit Tagen im Einsatz und hatte vier aktive Fanganlagen aus der Luft gefilmt.

An der Südspitze Maltas konnte gestern ein riesiges Schlagnetz aus der Luft entdeckt werden - die Polizei hat die Netze und rund ein halbes Dutzend geschützter Vogelarten, darunter Rotkehlchen, Schafstelzen und Türkentauben beschlagnahmt. Bei den anderen Fangstellen laufen die Polizei-Recherchen noch.

Auf unserer Homepage finden Sie einen Artikel zum Thema mit aktuellen Bildern:

http://goo.gl/vUoJQ

Die Aktion schlägt erwartungsgemäß hohe Wellen, die Jäger sind außer sich vor Wut, der Drohnen-Einsatz war Themen der gestrigen Abendnachrichten im maltesischen Staatsfernsehen. Einen der zahlreichen Artikel, die aktuell in der maltesischen Tagespresse zu finden sind, lesen Sie hier - lesenswert sind auch die zahlreichen Kommentare unter dem Artikel, die vor allem von Jägern eingestellt wurden:

http://goo.gl/DaRdw

Das Vogelschutzcamp auf Zypern läuft sehr erfolgreich weiter - inzwischen wurden 2.880 Leimruten, 9 Fangnetze und 4 elektronische Lockanlagen entdeckt und eingesammelt, 10 Vogelfänger wurden bislang überführt! Leider wurde ein Komitee-Mitglied aus Rheinland-Pfalz von einem Vogelfänger angegriffen und schwer verletzt, als er Stieglitze, die illegal als Lockvögel an Leimruten postiert waren, freiließ. Er wurde mit einer Platzwunde ins Krankenhaus eingeliefert, ist inzwischen aber auf dem Weg der Besserung. Den Täter wollen wir in den nächsten Tagen überführen.

Alexander Heyd
Komitee gegen den Vogelmord e.V.
www.komitee.de

 

Vogelschutzcamp auf Malta und Gozo

Das Komitee gegen den Vogelmord startet heute sein Vogelschutzcamp auf Malta und Gozo.
In der Zeit vom 20. bis zum 30. April werden insgesam 10 „Bird Guards“ zur Beobachtung des Vogelzuges und der illegalen Jagd auf Malta im Einsatz sein.

Erstmals wird es in diesem Jahr auch eine permanente Präsenz der Komitee-Mitglieder auf Maltas Nachbarinsel Gozo geben. Die Komitee-Teams werden von einem Kamerateam des Fernsehsenders RTL begleitet.
Mehr zu unserem diesjährigen Frühlingscamp lesen Sie hier:
http://goo.gl/09veq

Von Zypern gibt es sehr erfreuliche Neuigkeiten.
Die erste Woche des Vogelschutzcamps ist sehr erfolgreich verlaufen:
2.090 Leimruten, 2 Fangnetze und 3 elektronische Lockanlagen wurden sichergestellt. Die zuvor mit den Behörden vereinbarte enge Kooperation mit der Polizei erweist sich als sehr erfreulich und konstruktiv.
Mehrere Polizisten begleiten unsere Teams und sorgen damit nicht nur für mehr Sicherheit, sondern konnten bereits sechs Wilderer in flagranti überführen - so viele wie noch nie während unserer Einsätze auf Zypern!
Die Aktion läuft noch bis 6. Mai.

Ein kurze Meldung aus Nordrhein-Westfalen:
Die Gothaer-Versicherung unterstützt den Landesjagdverband beim Wahlkampf in NRW.
Unter Beteiligung der Natur- und Tierschutzverbände - darunter auch das Komitee - plant das Umweltministerium in Düsseldorf eine sehr umfängliche Jagdgesetz-Novelle.
Mit Gothaer-Geld wollen die Jäger das nun verhindern! Mehr dazu lesen Sie auf der Internetseite des NABU NRW:
http://nrw.nabu.de/themen/jagd/landesjagdgesetz/index.html

Das Komitee-Büro ist wegen der Einsätze bis Anfang Mai kaum besetzt - vielen Dank für Ihr Verständnis.
Alexander Heyd
Komitee gegen den Vogelmord e.V.
0228 66 55 21
www.komitee.de

Petra Kuppinger, 22.04.12

 

Strauße

Die Wildtiere, die sich vorwiegend von Pflanzenteilen und zur Verdauung auch mit Steinen und Sand ernähren, leben in Verbänden, die während der Paarungs- und Brutzeit aus einem Hahn und einer oder mehreren Hennen bestehen.
Die Jungtiere, von denen nur 15 % ihr erstes Lebensjahr erreichen, werden häufig in einem gemeinsamen Kindergarten erzogen.

Die natürlichen Feinde sind Löwen und Leoparden, vor denen die 2,50 Meter großen Tiere mit bis zu 70 km/h fliehen oder sich mit kräftigen Fußtritten wehren.

Dass sie ihren Kopf in den Sand stecken, um sich zu tarnen, ist ein Märchen.

Die größten noch lebenden Vögel wurden wegen ihrer Federn, mit denen sich europäische Damen schmückten, in weiten Teilen Afrikas ausgerottet.
Durch die steigende Nachfrage wurden Mitte des 19. Jahrhunderts in Südafrika Strauße gezüchtet, deren Federn, Fleisch und Leder in Europa, besonders in Deutschland und der Schweiz, reißenden Absatz fanden.
Ende des 20. Jahrhunderts wurde die Straßenhaltung als Teil einer gesunden, ökologisch vertretbaren Landwirtschaft mit hohem Profit angepriesen, woraus sich als Folge die Massentierhaltung entwickelte.

Da Strauße anspruchsvolle und soziale Individuen sind, die sich für schnelle Gewinne nicht eignen, überlebten nur wenige Massenbetriebe.
Tierschützer forderten das Ende der Straußen-Massentierhaltung.
Israel ging daraufhin 2011 mit gutem Beispiel voran und verbot Straußenfarmen.

Vorkommen: Afrikanische Savannen- und Wüstengebiete südlich der Sahara.
Ausgerottet: Arabische Halbinsel, Westasien sowie Gebiete nördlich der Sahara.
Größe der Population: unbekannt.
Lebensdauer: 14 Monate als Masttiere;
bis 40 Jahre in Zoos oder in freier Wildbahn.
Nutzung des Tierkörpers: Fleisch, Leder, Federn, Fett, Augen.

Von einem Strauß werden 25 kg Fleisch, 1.50 m2 Leder und 1 kg Federn gewonnen.
2003 wurde von 585.000 geschlachteten Tiere die weltweite Fleischproduktion auf 12.500 Tonnen geschätzt.

Petra Kuppinger, 15.04.12
Bildmaterial: Rainer Brunner/pixelio
Quellen:
tier-im-fokus.ch
BirdLife
World Ostrich Asociation

 

Mainz-Wiesbadener Ostermarsch 2012

Auch dieses Jahr gehörte die Tierschutzpartei zu den Aufrufenden des Ostermarsches, der am Samstag in Wiesbaden unter dem Motto:
‚FÜR EINE WELT OHNE KRIEG, MILITÄR UND GEWALT‘
stattfand.

Der Demonstrationszug verlief vom Hauptbahnhof Wiesbaden bis zum Mauritiusplatz, auf dem Informationsstände, Redebeiträge und Musik den Abschluss des Ostermarsches bildeten.

Die Tierschutzpartei tritt für Abrüstung, Entmilitarisierung, gewaltfreie Konfliktlösung und die Beseitigung aller Kriegsursachen ein, da weltweite Kriege zu keiner Befriedung führen.
Das zeigt sich in Afghanistan, am Horn von Afrika oder im Kosovo, in denen weder demokratische Strukturen geschaffen wurden, noch ein Leben ohne Bedrohung gesichert werden konnte.
Kriege schaffen nur die Voraussetzung für weitere Zerstörung.

Ein herzliches Dankeschön an Helmut Peiler und Dieter Engel, die auch in diesem Jahr den Ostermarsch perfekt organisiert haben.

Weitere Informationen: http://goo.gl/I7yef

Auch schöne Vierbeiner beteiligten sich an der Demo.

Petra Kuppinger, 07.04.12

 

SOKA-RUN in Mainz

Demo für Halterkunde statt Rassenliste

Am Samstag demonstrierten in der Mainzer Innenstadt etwa 150 Teilnehmer gegen die pauschale Verurteilung von bestimmten Hunderassen, die wegen ihrer Züchtung als besonders gefährlich eingestuft werden.

So besteht in Rheinland-Pfalz trotz bestandener Wesensprüfung Maulkorbpflicht und eine erhöhte Hundesteuer von Euro 600.

SOKA-RUN fordert neben gleichem Recht, eine Halterkunde, Meldepflicht und Zuchtregelung für alle Hunde.

Die Tierschutzpartei vertritt voll und ganz die Forderungen von SOKA-RUN und fordert daneben eine Wesensprüfung für Hundehalter.

Der nächste SOKA-RUN findet am Samstag, den 28. April 2012 in Frankfurt, Am Römer, ab 13:00 Uhr statt.

Jeder Hundebesitzer und Tierfreund ist herzlich willkommen.

Weitere Infos:
http://www.soka-run.de/

Petra Kuppinger, 07.04.12

 

Aufkleber-Kampagne gestartet:
‚Werde zum Lebensretter – iss kein Kaninchenfleisch‘

Obwohl die verantwortliche Ministerin, Frau Ilse Aigner, angekündigt hatte, endlich auch eine Haltungsverordnung für Mastkaninchen zu erlassen, gibt es für die Kaninchenmast bis heute keine einheitlichen, verbindlichen Vorschriften.

Immer noch werden deutsche Mastkaninchen vor allem in Käfigen gehalten, die ihnen ein Ausleben artgerechten Verhaltens unmöglich machen.
Drahtgitterböden ohne Einstreu, beklemmende Enge und fehlendes Tageslicht sorgen für eine extrem hohe Sterbequote noch vor dem Ende der Mast.
Trotz hohem Medikamenteneinsatz leiden viele Tiere an Entzündungen, Durchfall und Verformungen der Wirbelsäule.

Mit einer Aufkleber-Kampagne möchte das „Tierschutzbündnis ‚Kaninchenmast, nein danke‘ dafür sorgen, dass die unhaltbaren Bedingungen in der Kaninchenmast wieder mehr an die Öffentlichkeit gebracht werden.
‚Wir möchten erreichen, dass Verbraucher sich im Klaren darüber sind, was sie mit dem Kauf von Kaninchenfleisch unterstützen‘, so Stefan Klippstein, Sprecher vom Tierschutzbündnis.
Mit der Aktion will das Bündnis zudem den Handlungsdruck auf die zuständigen Behörden und das Ministerium erhöhen, sich endlich für eine Abschaffung der Käfige einzusetzen.

Sowohl in Österreich als auch in der Schweiz ist die Haltung von Mastkaninchen in Käfigen bereits verboten. Helfen Sie uns dabei, die Verantwortlichen dahin zu bringen, dem guten Beispiel zu folgen!

Jetzt brauchen wir Sie:
Bitte bestellen Sie den kostenfreien Aufkleber und kleben ihn an markante Punkte. Bestell-Link.

Quelle und Bildmaterial:
http://www.kaninchenmast.info/wp/
03.04.12

 

Fußball EM 2012 ohne Tiermorde

Unter diesem Motto fand am Samstag eine gut organisierte Demonstration an der Frankfurter Hauptwache statt, die auch von der Tierschutzpartei durch die Landesverbände Hessen und Rheinland-Pfalz unterstützt wurde.

Um das Stadtbild für die Touristen während der EM 2012 zu verbessern, werden tausende freilaufende Hunde und Katzen barbarisch hingerichtet.

Allein in Kiew leben ungefähr 15.000 freilaufende Hunde, die von sogenannten staatlich entlohnten Hunde-Jäger entweder oberflächlich betäubt in mobilen Verbrennungsöfen verbrannt oder lebend in Massengräber verscharrt werden.
Die UEFA stellt dieser menschlich unwürdigen Tragödie Euro 8.500 für die Kastration der Tiere zur Verfügung.

Zum Vergleich:
Für den Umbau für das Stadion in Kiew stellte die UEFA Euro 600 Millionen zur Verfügung.

  

 

 

 




Als verantwortungsbewusster Mensch, dessen Wertevorstellungen nicht allein durch Geld definiert sind, muss man diese Spiele boykottieren.

Petra Kuppinger, 31.03.2012
Bildmaterial: Petra Kuppinger

 

Nachbarland Baden-Württemberg:
Tübinger Tierärztin erste Landes-Tierschutzbeauftragte

Die Tübinger Tierärztin Cornelie Jäger ist zur ersten Landesbeauftragten für den Tierschutz berufen worden. Mit dem neuen Amt schaffe die Landesregierung eine nachhaltige Einrichtung für die Belange des Tierschutzes, sagte Verbraucherschutzminister Alexander Bonde (Grüne) in Stuttgart.

Jäger wird ihre neue Tätigkeit am 1. April 2012 beginnen. Die Landesbeauftragte soll Anlaufstelle für Anregungen von Bürgern und Ansprechpartnerin für Tierschutzverbände sein. Cornelie Jäger hatte zuletzt das Referat Tierarzneimittel und Tierschutz im Thüringer Gesundheitsministerium geleitet und war zuvor Amtstierärztin beim Regierungspräsidium Tübingen.

Bonde betonte, dass der Tierschutz für die Landesregierung einen hohen Stellenwert habe. Mit dem neuen Amt werde zugleich ein bedeutendes Anliegen aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt.

Quelle: swr.de, 25.03.12

 

Demo gegen sexuellen Missbrauch an Tieren in Köln


Informationen zur Demo:
http://tier-time.blogspot.de/2012/03/2012324-demo-gegen-sodomie-und.html

Der Mensch hat weder das Recht, über Tiere jeglicher Art zu bestimmen, noch das Recht, sie zu quälen.
Auf der Demo durch die Kölner Innenstadt sollen die Passanten aufgeklärt werden, dass sexuelle Handlungen an Tieren in Deutschland erlaubt sind.


Unterschriftenliste zum Herunterladen:
http://goo.gl/fX4sy

 

Der Schimpanse

Bis heute ist der Homo sapiens der einzige Vertreter der Gattung Mensch (Homo). Das soll sich nach Ansicht amerikanischer Wissenschaftler aber ändern:

Die genetische Übereinstimmung zwischen Menschen und Schimpansen liege bei 99.4 Prozent; bei anderen Tieren sei ein solch hoher Grad an Ähnlichkeit Grund genug, zwei Arten der gleichen Gattung zuzuordnen, argumentieren die Genetiker. Wieso also nicht auch bei den Schimpansen?

Tatsächlich gibt es seit den Experimenten des deutschen Psychologen Wolfgang Köhler zu Beginn des 20. Jahrhunderts unzählige Untersuchungen, welche die enge Verwandtschaft zwischen Menschen und Schimpansen belegen:

Intelligenz, Selbstbewusstsein, der Gebrauch von Werkzeugen, ein ausgeprägtes Kommunikationsverhalten, Mitgefühl, ja sogar moralisches Handeln – es gibt kaum eine menschliche Fähigkeit, welche der im mittleren Afrika heimische Affe nicht ebenfalls besitzt.
Von daher erstaunt es nicht, dass Ethiker vorschlagen, die “Gemeinschaft der moralisch Gleichgestellten” auf die Großen Menschenaffen auszuweiten, zu denen auch die Schimpansen gehören.
So fordert das von Paola Cavalieri und Peter Singer 1993 initiierte Great Ape Project für diese Tiere grundlegende Rechte wie etwa das Recht auf Leben und Unversehrtheit.

Dass gerade die Ähnlichkeit zum Menschen ausschlaggebend sein soll, um in den Genuss moralischer Rechte zu kommen, ist freilich selbst wiederum problematisch. Davon abgesehen, hindert die Verwandtschaft zur eigenen Art den Menschen offenkundig nicht daran, Schimpansen in ihrem Lebensraum und ihrer Existenz zu bedrohen.
Dazu tragen insbesondere die Abholzung der Regenwälder, die Jagd und der illegale Handel mit ‚Buschfleisch‘ bei.

Auf diese Weise werden die sensiblen sozialen Strukturen der Tiere häufig vollständig zerstört. Schimpansen leben in patriarchalischen, also von männlichen Tieren dominierten Gruppen von 40 bis 60 Individuen mit festen Hierarchien, die v.a. auch dem Schutz der Nachkommen dienen.
Diese werden üblicherweise nach 2 bis 4 Jahren entwöhnt, sie bleiben aber als Einzelkinder bis zum Alter von 7 Jahren bei ihren Müttern und pflegen auch danach oft eine lebenslange, enge Beziehung zu ihnen.

Sie zu einer Fleisch-Delikatesse zu verarbeiten, ist freilich nicht die einzige Verwendung, die der Mensch für seine nächsten Verwandten vorgesehen hat. Sie werden nach wie vor für Tierexperimente verbraucht, sie werden im Zirkus zur Schau gestellt oder auf Tierbörsen gehandelt.
Und natürlich sind Schimpansen in fast jedem Zoo der Welt die Hauptattraktion - eine Art der Gefangenschaft, die uns nach Ansicht des Philosophen Dale Jamieson in der wissenschaftlich wie auch moralisch höchst fragwürdigen Ansicht bestärken soll, dass wir Menschen eine Spezies sind, die über allen anderen stehen. Verwandtschaften hin oder her.

Weltweite Population: ca. 150.000 Tiere (stark gefährdet)
Größe: männliche Tiere bis 1.7 Meter Höhe, weibliche Tiere bis 1.3 Meter
Geschlechtsreife: bei männlichen Tieren zwischen dem 7. und 12. Lebensjahr, weibliche Tiere bringen in der Regel mit 12
Jahren ihr erstes Kind auf die Welt (Zwillinge sind selten)
Lebenserwartung: ca. 45-50 Jahre, in Gefangenschaft bis 60 Jahre

Weitere Information zu diesem Thema:

Gorillagenom entziffert: Trennung vor zehn Millionen Jahren
http://goo.gl/6Ub5O

Affengenom entschlüsselt: Der Gorilla im Menschen
http://goo.gl/4LI0s

Petra Kuppinger, 11.03.12
Quellen:
Jane Goodall Institute
Frans de Waal: Primaten und Philosophen (2011)
Tier im Fokus
Bildquelle: Thomas Buttler, pixelio

 

40 Tote durch Jagdwaffen: Jäger, Nachbarn, Ehefrau...

2011 sind mindestens 40 Menschen in Deutschland durch Jagdwaffen getötet geworden, etwa 800 weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt.

Eine zentrale Erfassung aller tödlichen Jagdunfälle und Strafdelikte mit Jagdwaffen gibt es in Deutschland nicht. Während Jagdverbände gerne ausschließlich die Anzahl der Toten durch Jagdunfälle veröffentlichen, erfasst die Initiative „Abschaffung der Jagd“ sämtliche Opfer, die in Deutschland durch eine Jagdwaffe umkommen. Dazu ist ein Pressedienst eingerichtet, der sämtliche Beiträge deutscher Medien entsprechend auswertet.

Opfer der meist schon betagten "Täter" sind Jagdkollegen, die mit der Wildsau verwechselt werden, der 74-jährige, der sich aus Versehen selbst erschießt, der Treiber im Maisfeld, aber auch die Ehefrau, die Ex-Freundin oder der Nachbar. Dazu kommen etwa 800 Jagdunfälle, die Jahr für Jahr den Berufsgenossenschaften gemeldet werden.

Zu Unfällen kommt es sehr häufig, weil bei Gesellschaftsjagden die Sicherheit vernachlässigt wurde oder der vermeintlich erfahrene Jäger seine Waffe entgegen der Vorschriften nicht gesichert hatte. Häufig ist es auch die Ungeduld, die Konkurrenzsituation während einer Drückjagd oder einfach eine "Schuss-Hitzigkeit". Das Ziel wird nicht  - wie handwerklich gefordert -  zunächst "angesprochen" (darunter versteht man die eindeutige Identifizierung des potentiellen Opfers), sondern in der Erwartung schon den Richtigen zu treffen, wird der Finger aus dem Bauch heraus krumm gemacht - oft auch mit fatalen Folgen für das Wild. So genannte Keulen- (Gliedmaßen), Pansen- (Bauch) oder Äserschüsse (Kiefer) sind keine Seltenheit und geschehen sehr häufig bei Drückjagden oder bei Jagden während der Dämmerung oder in der Nacht. Diverse Untersuchungen sprechen davon, dass nur etwa ein 25 – 30 % der Rehe und Wildschweine bei Bewegungsjagden mit einem ersten Schuss getötet werden.

 "In Deutschland wird zu viel gejagt ... und das weitgehend ohne ökologischen Sinn – von der Verwertung der Tiere ganz zu schweigen" sagt Lovis Kauertz von Wildtierschutz Deutschland. Man könne die Liste der jagdbaren Tierarten ohne negative Konsequenzen für das Gleichgewicht der Natur von heute auf morgen von ca. 100 auf 10 zusammenstreichen und die Jagdzeit auf die letzten 3 Monate des Jahres beschränken. Für landwirtschaftliche Schäden, die über ein gewisses Maß hinausgingen, könne man dann einen von Landnutzern gespeisten Wildschadenfonds auflegen.

Wildtierschutz Deutschland e.V.
Lovis Kauertz (Vorsitzender)
www.wildtierschutz-deutschland.de
Bildmaterial: TSP Archiv

 

Freitag, 24.02. bis Sonntag, 26.02.2012:
Veggie-World-Messe Wiesbaden - ein voller Erfolg

Nach dem großen Erfolg 2011 fand dieses Jahr zum zweiten Mal die Veggie-World-Messe in den Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden statt.
Auch die Tierschutzpartei war wieder mit einem Infostand vertreten und konnte sehr viele Besucher mit ihrem Mensch, Tier und Umwelt umfassenden Konzept bekannt machen.

Die Tierschutzpartei repräsentiert dabei durch ihre Mitglieder die vegetarische und zunehmend vegane Lebensweise, die ohne Massentierhaltung und millionenfache Tierquälerei und Ausbeutung ein Beispiel für eine gesunde und vollwertige Ernährung widerspiegelt.

 Die VeggieWorld ist die erste vegetarische Messe in Deutschland bietet neben einem unterhaltsamen und anspruchsvollen Vortragsprogramm auch kulinarische Genüsse zum Probieren.
‚Noch vor wenigen Jahren rechnete keiner mit dem Erfolg einer derartigen Messe. Die wachsende Nachfrage der Besucher- und Ausstellerseite macht deshalb umso mehr deutlich, dass der vegetarische Lifestyle längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist‘, so Sebastian Zölsch, Geschäftsführer des VEBU.

Bereits im Jahr 2011 tummelten sich über 20.000 Besucher auf der VeggieWorld, so dass die Eintrittskarten ausverkauft waren und den Besuchern ab Sonntagnachmittag kostenloser Eintritt gewährt wurde.
Dieses Jahr war die Messe mit über 23.000 Besuchern ein voller Erfolg. Die zunehmende Besucherzahl zeigt das zunehmende Interesse der Bevölkerung für eine gesunde und tierfreie Ernährung.

Die ARD berichtete über die Messe unter dem Motto: 'Die Nachteile des vegetarischen Lebens: Nix - nur, man kann kein Fleisch essen'

http://www.tagesschau.de/inland/veggieworld100.html






Träger der VeggieWorld ist der Vegetarierbund Deutschland (VEBU),
Veranstalter die MCO GmbH.

Petra Kuppinger, 27.02.12
Bildmaterial: Petra Kuppinger

 

‚Nur wenige Prozente unserer DNA entscheiden darüber, auf welcher Seite des Käfigs wir stehen‘

sagt Robert Zingg, Kurator des Zoos Zürich.
In voneinander getrennten Räumen klettern, spielen und ruhen sich Orang-Utans und Gorillas hinter dicken Glasscheiben aus.
Eltern mit Kindern beobachten die Affen – und umgekehrt. Der Zoo ist eine Begegnungsstätte von Mensch und Tier.
Bewusstsein für die Natur und den Artenschutz zu schaffen: Das ist eine oft gehörte Rechtfertigung für Zoos.

Es gibt aber auch kritische Stimmen, die Tierpärke als Gefängnisse für Wildtiere betrachten – gerade wenn es um Orang-Utans und Gorillas geht. Sie fragen, was uns eigentlich das Recht gibt, diese Affen einzusperren, gehören sie doch zu den nächsten biologischen Verwandten des Menschen.
Am nächsten stehen uns Schimpansen und Bonobos. Die genetische Differenz zwischen Mensch und Schimpanse liegt bei ca. 0,6 Prozent. Zum Vergleich: Zwischen Menschenfrau und Menschenmann sind es 2 bis 4 Prozent.
Schimpansen, Bonobos, Orang-Utans, Gorillas und die Menschen:
Sie alle gehören zur Menschenaffen-Familie.
Die genetische Verwandtschaft sowie die Ähnlichkeiten in Bezug auf kognitive und soziale Fähigkeiten stellen unseren Umgang mit den anderen Menschenaffen in Frage.

Peter Singer, ein Begründer der Tierrechtsbewegung, verfasste zusammen mit der italienischen Philosophin Paola Cavalieri 1993 eine Deklaration über die großen Menschenaffen und sie forderten, dass die ‚Gemeinschaft der Gleichen‘ nicht auf den Menschen beschränkt bleibe, sondern alle großen Menschenaffen einschließe.
Singer und Cavalieri fordern das Recht auf Leben, den Schutz der individuellen Freiheit und das Verbot der Folter.

Unterstützt wird das Projekt von prominenten Affenforschern wie Jane Goodall und Volker Sommer, die das ‚Great Ape Project’ ins Leben riefen, um die Grundrechte für alle großen Menschenaffen zum Durchbruch zu verhelfen.
Neuseeland verbot 1999 sämtliche Experimente an Menschenaffen, das spanische Parlament forderte von der Regierung, sich national wie international für die Grundrechte für Menschenaffen zu engagieren – bisher allerdings erfolglos.
In Österreich gingen Tierschützer und Primatologen vor Gericht, um für einen Schimpansen den Personenstatus zu erkämpfen; sie scheiterten bis in die höchsten Gerichtsinstanzen.

Jetzt will die Giordano-Bruno-Stiftung der Forderung nach Grundrechten für Menschenaffen neuen Schub verleihen.
2011 zeichnete die Stiftung Singer und Cavalieri mit einem Preis aus und schaltete die Website www.greatapeproject.de.
Die Stiftung knüpft Verbindungen zu anderen Tierschutzorganisationen und führt eine Bestandsaufnahme der Haltungsbedingungen für Menschenaffen in europäischen Zoos durch.

In der Schweiz vertritt die Stiftung eine zookritische Position und schreibt in einem Argumentarium, dass Wildtiere ‚nicht in Gefangenschaft gehalten werden‘ sollen. Wie die Haltung von Delphinen und Menschenaffen sei auch die Haltung von Nutz- und Heimtieren zu hinterfragen, sagt Bolliger.
Menschenaffen könnten denken, planen und einsichtig handeln, dies gelte es bei der Planung zu berücksichtigen. Es genüge nicht, den Tieren einfach nur mehr Platz zur Verfügung zu stellen.

Es gibt Zoos, die auf Gehege verzichten. Der Tierpark in Apeldoorn (Niederlande) hat sich auf Primaten spezialisiert. Über 30 Arten leben dort in Gruppen auf durch Wassergräben getrennten Inseln.
Robert Zingg hegt einen Traum für den Zürcher Zoo: Darin sind in großer Höhe Seile über den ganzen Zoo gespannt, auf denen sich die Gorillas frei bewegen können.
Oben die Affen und unten die Menschen: vielleicht ein Schritt hin zur Gemeinschaft aller Menschenaffen.

Und ein wichtiger und erster Schritt auf dem Weg zu Grundrechten für alle Tiere. Denn Tierschutz ist nur durch ein gesetzliches veranktertes Tierrecht vor Willkür geschützt.

Petra Kuppinger, 15.02.12
Quelle: Markus Hofmann, NZZ, 07.02.12
Bildmaterial: oldskoolman.de

 

Wildtierschutz Deutschland:
Verwaiste Wildschweinbabys mit neuem Zuhause

Ohne ihre Mutter sind sie in der freien Natur dem Tode geweiht – durch Erfrieren: 9 Wildschweinbabys, von denen 3 bereits tot sind, als sie gestern in der Nähe eines brandenburgischen Reiterhofes im Nordosten Berlins von Inge K. aufgefunden werden. Die Berlinerin war vollkommen aufgelöst – keiner will sie haben, der Wildtierpark nicht, NABU nicht, Förster nicht, dem Jäger will man sie nicht geben: „kein Interesse“ – „die sind doch eine Plage“ – „werfen Sie die an die Wand“.

Nach Auskunft von Inge K. fand am Tage zuvor eine Jagd in der Nähe des Reiterhofes statt. Vermutlich ist die führende Bache dabei umgekommen. „Eine echte Schweinerei“, sagt Lovis Kauertz von Wildtierschutz Deutschland. „Ich kann mir eigentlich nur vorstellen, dass das Tier durch Hunde von den Jungtieren getrennt wurde, ansonsten würde eine Wildschweinmutter ihre Neugeborenen kaum alleine lassen.“ Wenn dem so war, habe sich der Jäger möglicherweise einer Straftat schuldig gemacht – weil er ein führendes Tier getötet hat und weil er möglicherweise keine Nachsuche vorgenommen oder veranlasst hat.

„Das ist des Jägers höchst Gebot, was du nicht kennst, das schieß nicht tot“ gelte für viele Waidmänner wohl schon lange nicht mehr. Anders sei es nicht zu erklären, dass insbesondere bei Bewegungsjagden immer wieder Leitbachen und führende Tiere – die im Winter aufgrund der langen Borsten allerdings auch schwierig auszumachen sind – getötet werden. Spätestens aber beim erlegten Tier wird man durch das Gesäuge gewahr, dass man ein Muttertier getötet hat. Wer hier keine Nachsuche ansetzt handelt vorsätzlich.

6 Gestreifte haben dank Wildtierschutz Deutschland in Oranienburg ein neues Zuhause gefunden. Die ca. 3 Tage alten Tiere wurden tierärztlich untersucht und zum Teil auch versorgt. Mit Ferkelaufzuchtmilch werden sie nun liebevoll hochgepäppelt. Wenn sie selbstständig sind, will man versuchen sie entweder auszuwildern oder an einen Wildtierpark vermitteln – beides kein leichtes Unterfangen.

Um die Wildtierauffangstation finanziell etwas unterstützen zu können, bitten wir um einen kleinen Beitrag auf unser Spendenkonto
(Verwendungszweck: Wildschweinbabys):
Konto-Nr. 6008 639 500, GLS Bank, BLZ: 430 609 67.

Wenn Sie sich an der Namensgebung für die drei Jungs und drei Mädels beteiligen wollen, besuchen Sie
www.wildtierschutz-deutschland.de

Wildtierschutz Deutschland e.V.
Lovis Kauertz (Vorsitzender)
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
www.schonzeit-fuer-fuechse.de

Bildmaterial: Wildtierschutz Deutschland e.V.

 
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